Das Spatzennest

Konzeption

 

 

 Neufassung ist in Arbeit,

die pädagogischen Werte und Inhalte bleiben aber erhalten !


Nach vielen verschiedenen Modellen der Kleinkindbetreuung befindet sich seit Januar 2005, in den Räumen des Elternverein Kindergartens, Altenbauna eine Tagespflegesstelle. Im August 2008 wurde diese nun erweitert zu einer Großtagespflege. Das bedeutet, zwei Tagesmütter betreuen gemeinsam höchstens 8 Tageskinder gleichzeitig. In dieser geht es um eine liebevolle Betreuung der Kinder, sowie auch um eine pädagogische Förderung in allen wesentlichen Entwicklungsbereichen.

Durch eine kleine Gruppengröße ist die Beziehung zwischen Eltern, Kind und Tagesmutter familiär gestaltet. Sie erleichtert den Kindern den ersten Einstieg in eine fremde Betreuungssituation und auch in den Umgang mit anderen Kindern.

Als Tagesmütter arbeiten wir zwar gemeinsam in einem Raum und die Kinder können gemeinsam spielen, tanzen, singen und lachen, doch die Betreuung des Tageskindes ist fest an eine Tagespflegeperson gebunden. Dieses wird auch vertraglich mit den Eltern so geregelt.

Wir verstehen unsere Arbeit als familienergänzendes Angebot. Ein Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in der engen Zusammenarbeit mit den Eltern, in einer offenen und vertrauensvollen Gesprächsbereitschaft und in einer gegenseitigen Verantwortlichkeit.

Wir nehmen Kinder im Alter von 1-3 Jahren aus allen Bevölkerungsschichten und Nationalitäten auf. Die Tagespflegegruppe befindet sich in den Räumen des Elternverein Kindergartens e.V., Bornhagen 1, in Baunatal/Altenbauna. Uns steht ein großer Gruppenraum, kleiner Nebenraum und ein eingezäunter Spielplatz zur Verfügung. Auch der Wald ist in wenigen Gehminuten zu erreichen, so dass wir gute Möglichkeiten haben die Natur hautnah zu erleben. Die Betreuung findet in der Zeit von 8.00-13.00 Uhr statt und ist wahlweise an 3, 4 oder 5 Tagen möglich.

Unsere Gruppe ist mit viel Liebe für kleine Kinder eingerichtet, ein warmes familiäres „Nest“, das den Kindern die notwendige Geborgenheit und Zuwendung bietet.

 

 

Pädagogische Ziele

 

Unser Hauptanliegen besteht darin, kompetent und liebevoll die Entwicklung der Kinder zu fördern, auch möchten wir ihnen die Möglichkeit geben soziale Kontakte aufzubauen. Wir begreifen die Kinder als vollwertige Menschen, die wir respektieren und wertschätzen. Deshalb steht im Vordergrund unserer Pädagogik das Kind mit seiner Persönlichkeit, seiner Entwicklung, seinen Erfahrungen und Erlebnissen wahrzunehmen.

Die Erziehung orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen der Kinder nach Zuwendung – Abstand, Geborgenheit – Freiheit, Bewegung – Ausruhen, nach Spielen, sinnlicher Wahrnehmung, mentaler Herausforderung und kreativem Gestalten.

Unser Ziel ist es eine Atmosphäre zu schaffen, in der die Kinder ihre sprachliche Ausdrucksfähigkeit gemäß ihrem Entwicklungsstand ausbilden können. Die Sprachentwicklung fördern wir beispielsweise durch viel Reden mit den Kindern, freie Erzählungen, Erklärungen, vorlesen und singen.

Das „Selbständig“-werden ist ein wichtiger Baustein in der Entwicklung der Kinder. Wir fördern die Kinder darin und helfen Ihnen dabei diese Selbständigkeit zu erlangen. Zum Beispiel:

  • Schuhe an und auszuziehen

  • Getränke einzugießen

  • sich alleine aus und anzuziehen

Die Natur ist ein ganz bedeutender Erlebnisort, darum gehen wir möglichst oft auf Entdeckungsreise um das Interesse an der Natur zu wecken. Dort werden alle Sinne (hören, sehen, fühlen, riechen und manchmal sogar schmecken) der Kinder angesprochen, die Motorik geschult und die Kinder sensibilisiert für den Umgang mit ihrer Umwelt .


Kind und Gruppe

 

Schon für Babys und Kleinkinder ist es wichtig zu erlernen mit anderen Menschen in Beziehung zu treten. Der Anfang hierfür ist die Beziehungserfahrung in der Familie in den ersten Lebensjahren.

In unserer Großtagespflege erlebt das Kind in der Regel eine grundlegend neue Lebenssituation – das Zusammensein in einer außer-familiären Gemeinschaft. Spielerisch übt und erlernt es hier die Begegnung und den Umgang mit anderen Kindern. Begleitet von uns erlebt das Kind einerseits ermutigende erfreuliche Begegnungen, andererseits Konflikte. Daraus leiten wir mit den Kindern Werte und Normen für gute Beziehungen sowie angemessene Formen der Auseinandersetzung ab.

Kinder können und sollen Gefühle zeigen, das Befinden anderer wahrnehmen und darauf reagieren:

  • jemanden gern haben

  • streiten

  • fröhlich sein

  • wütend sein

  • sich wieder versöhnen

  • Freunde finden und auch Freunde wechseln

Besondere Bedeutung kommt in der sozialen Erziehung dem Freispiel zu. In wechselnden Spielgruppen nimmt das Kind unterschiedliche Rollen ein und lernt, Ideen und Wünsche zu äußern zu kooperieren, sich in der Begegnung mit anderen zu behaupten oder auch mal zurück zustecken, Konflikte selbstständig zu lösen und Kompromisse zu finden.

Im Vergleich mit den anderen Kindern erlebt es sich mal als stärker, mal als schwächer und findet zunehmend seinen Platz in der Gruppe. Dieser Platz gibt dem Kind Sicherheit, ohne es einzuengen

und so die Möglichkeit sich persönlich zu entfalten. Diese Gruppenentwicklung wird von uns aktiv begleitet.



Beobachtung der kindlichen Entwicklung

 

Es ist uns wichtig die Entwicklungsschritte der Kinder aufmerksam zu beobachten, denn nur so können wir die Kinder ganz individuell fördern und sie in ihren Lernprozessen unterstützen.


 

 

Pädagogische Methoden und Elemente

 

Wir arbeiten gerne nach dem Leitsatz von Maria Montessori „Hilf mir es selbst zu tun“ Das heißt wir unterstützen die Kinder beim Lernen alltäglicher Dinge wie:

  • Treppen steigen, klettern, springen

  • aus einem Glas zu trinken

  • selbstständig essen (mit Messer und Gabel)

  • Hände waschen

  • u.v.m.

Durch wiederkehrende Rituale bekommen die Kinder zum einen Sicherheit  und Geborgenheit, zum anderen einen festen Rahmen, an dem sie sich orientieren können.
Das ist zum Beispiel :

  • Morgenkreis

  • Fingerspiele

  • Lesezeit

  • Singen, Musik machen, tanzen

Bei schönem Wetter gehen wir auf unseren Spielplatz oder unternehmen Ausflüge in den Wald und machen Spaziergänge.

Wir bieten verschiedene kreative Aktivitäten an, diese sind :

  • malen

  • schneiden

  • kleben

  • matschen, kneten

  • schminken

  • verschiedene Materialien kennen lernen wie Wasser, Sand, Erbsen etc.

 

 

 

 

Feste feiern

 

Im Jahresverlauf brauchen einige Anlässe eine besondere Aufmerksamkeit. Diese feiern wir natürlich gebührend. Diese sind z.B.:

  • Geburtstage

  • Fasching

  • Ostern

  • Laternenfest

  • Advent

  • Weihnachten

  • Abschied aus der Gruppe

Diese Festlichkeiten werden von uns begleitet und mit den Kindern vorbereitet. Dazu gehört:

  • Fenster dekorieren

  • Eier bemalen

  • Laternen basteln

  • Plätzchen backen

  • den Raum schmücken

 

 

 

Essen

 

Wir haben feste Essenszeiten. Das Frühstück findet in der Regel um 9.15 Uhr statt. Wir legen Wert auf eine ausgewogene Ernährung. Das Frühstücksbrot sowie Obst oder Gemüse geben die Eltern den Kindern mit. Das Obst und Gemüse wird täglich frisch aufgeschnitten und miteinander geteilt.

Das Mittagessen um 11.45 Uhr, beziehen wir aus der Kinderküche Kassel. Es ist abwechslungsreich, schmackhaft und kindgerecht.

Zum Trinken bieten wir Tee und Wasser an. Vor dem Essen reichen wir uns die Hände und wünschen uns einen „Guten Appetit“.

Die Gesundheit der Kinder zu fördern und ihnen auch eine gesunde Lebensweise nahe zubringen sind für uns wichtige Anliegen.


 

 

Kranke Kinder gehören in die Obhut ihrer Eltern. Sie haben einen größeren Bedarf an Aufmerksamkeit und brauchen außer Ruhe auch viel Liebe und besondere Fürsorge.

 

 

Schlafen

 

Die „Babys“ haben noch keine festen Zeiten und schlafen nach Bedarf. Aber auch bei den größeren Kindern gilt – wer müde ist darf am Vormittag schlafen, dazu haben wir ein Reisebett bereitgestellt.


 

 

Körperhygiene und Sauberkeitserziehung

 

Die Kinder werden bei Bedarf gewickelt, jedoch immer nach dem Mittagessen. Die größeren Kinder dürfen sich nach dem Essen die Hände und den Mund alleine sauber machen. Wir leiten sie auch an, die Hände nach dem Gang zur Toilette, dem Malen, usw. selbstständig zu waschen.

Wenn ein Kind die ersten Signale zum „Sauber werden„ zeigt, unterstützen wir es natürlich gerne in dieser Entwicklung. Mit den Eltern besprechen wir dann alles nötige für diesen Schritt wie z. B. :

  • den Body gegen Unterhemd und Unterhose tauschen

  • dem Kind Hosen anziehen, die es alleine an und ausziehen kann

  • genug Wechselsachen mitgeben

Das Kind wird nicht unter Druck gesetzt und bestimmt so selbst den Zeitpunkt.

Mit Ihrer und unserer Hilfe wird das Kind schnell merken, dass ein luftiger Po sich bedeutend besser anfühlt als eine abgeschlossene Windel.


 

 

Eingewöhnungsphase

 

Die Eingewöhnung ist uns sehr wichtig. Sie dauert in der Regel 3 Tage bis 3 Wochen. Gemeinsam mit den Eltern wollen wir dem Kind diese Phase so leicht wie möglich machen. Dazu ist es wichtig

eine Eingewöhnung zu gestalten, die sich an seinen Bedürfnissen orientiert. Zur Eingewöhnung gehören:

  • Austausch von Informationen über die Besonderheiten/Vorlieben/Abneigungen des Kindes

  • Aufbau einer Bindung zur Tagesmutter

  • Ablösung für einen gewissen Zeitraum von den Eltern


wir gehen darauf folgendermaßen ein:

  • sich Zeit nehmen um Vertrauen aufzubauen

  • Kontakt wird aufgebaut durch sprechen und spielen mit dem Kind

  • mit dem Kind die Räume der Tagespflege entdecken

  • schrittweise ab dem 3. Tag wird das Kind von uns gewickelt, gefüttert, getröstet

  • die Eltern unterstützen beim „Loslassen“


die Eltern sollten folgendes beachten:

  • rechtzeitig vor dem Aufnehmen ihrer Arbeit mit der Eingewöhnung beginnen

  • kurze und dafür häufige Besuche in der Einrichtung

  • Kuscheltier, Schnulli etc. mitbringen

  • Elternteil geht erst ab dem 3. Eingewöhnungstag weg

  • Elternteil verabschiedet sich bewusst, herzlich und kurz (niemals davonschleichen)

  • am Anfang nur kurz wegbleiben, Phasen ausweiten

  • Elternteil geht trotzdem kurz weg auch wenn das Kind weint

  • herzliche Begrüßung beim Wiederkommen



 

Zusammenleben mit dem Kindergarten

 

Eine Besonderheit unserer Tagespflege ist ein aktives Miteinander mit dem Elternverein Kindergarten. Es ermöglicht den Tageskindern Kontakte mit den Kindergartenkindern und fördert soziale Kontakte auch über die Tagespflegestelle hinaus. Außerdem erleichtert diese langsame Annäherung eine sanfte und behutsame Eingliederung in den Kindergarten. Ein fließender Übergang in die neue Situation ist möglich.


 

 

 

 

Elternarbeit

 

Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist uns sehr wichtig. Wir wollen sie in der Erziehung unterstützen und gemeinsam die Entwicklung der Kinder fördern und begleiten. Wir stimmen uns über Erziehungsfragen ab und vereinbaren bei Bedarf Gesprächstermine mit den Eltern. Es werden Elternabende angeboten bei denen die Eltern über die Aktivitäten und Vorhaben der Gruppe informiert werden und auch die Möglichkeit zu einem “Gedankenaustausch“ besteht.

Den Eltern wird empfohlen in den Tagesmütterverein Baunatal-Schauenburg einzutreten. Für die Eltern finden durch den Verein Schulungen, Themenabende und Info-Veranstaltungen statt. Außerdem finden hin und wieder Feste statt, bei denen Groß und Klein viel Spaß haben können.

 

 

Die vorliegende Konzeption wird regelmäßig fortgeschrieben.



Sieglinde Prochazka

Andrea Dittmar